Synonym: maracuja

CAS# 97676-26-1

ERNTEPERIODE

PHYSIKALISCH-CHEMISCHE KENNZAHLEN UND ANWENDUNGEN

Das Passionsfruchtsamenöl zeichnet sich durch eine hohe Konzentration an Omega-6 (Linolsäure bis zu 70%) aus, die den Austausch von essentiellen Fettsäuren liefert, und somit den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) reduziert.

Die unverseifbaren Anteile enthalten Flavonoide, welche die Talgproduktion der Haut regulieren ohne dabei die Haut zu sehr zu entfetten, da dies sonst den Rebound-Effekt mit einer erhöhten Fettproduktion auslösen würde.

Flavonoide wie Passiflorine zeigen auch eine beruhigende Wirkung auf die Haut.

Die im Öl vorhandenen Hilft Antioxidantien sind ein starker Verbündeter schlaffe Haut zu bekämpfen und beugen der vorzeitigen Alterung der Hautzellen vor.

Für die Kopfhaut – und Haarpflege wird Passionsfruchtsamenöl empfohlen, um gesundes Haarwachstum und erhöhte Vitalität zu fördern und hilft, ein hohes Maß an fettiger Kopfhaut zu reduzieren.

ALLGEMEINE VERWENDUNG

Die Maracujafrucht wird primär in Form von Säften, Marmeladen, Gelees, Speiseeis und Likören konsumiert. Für ihre beruhigenden Eigenschaften ist sie bekannt. Ihr attraktives Aroma und ihr Geschmack macht sie zu einem interessanten Produkt für die Industrie. Die Blätter und der Saft enthalten Passiflorin, ein natürliches Beruhigungsmittel. Ein Tee, aus den Blättern bereitet, hat eine harntreibende Wirkung.. Die Samen wirken als Entwurmungsmittel. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es in die brasilianische Enzyklopädie der Pharmakologie aufgenommen worden. Es wird angenommen, dass ein Teeaufguss der Blätter, nicht nur als Beruhigungsmittel sondern auch als ein fiebersenkendes Mittel und gegen Hautentzündung wirksam ist. Diese Effekte haben bisher noch keine wissenschaftliche Bestätigung gefunden, sind aber Bestandteil der Volksmedizin.

ÖKOLOGIE

Die Maracujafrucht stammt aus dem tropischen Amerika; bevorzugt warme und feuchte Klimazonen und wird in allen tropischen Ländern angebaut. Derzeit ist Brasilien der weltweit führende Maracujaproduzent. Im Bundesstaat Pará wird Maracuja im großen Stil angebaut, vor allem in der Bragança-Region. Im Jahr 2008 wurde eine Produktion von 33.000 Tonnen erzielt.

Die Maracujapflanze ist eine verholzende Kletterpflanze, die auf eine geeignete Stützstruktur angewiesen ist, in der Regel Holzpfähle, an denen ein bis zwei Drähte gespannt werden. Eine optimale Bestandsführung sollte eine gute Verteilung der Triebe gewährleisten, um die Kulturmassnahmen zu erleichtern und genügend Platz für die produktiven Triebe zu schaffen. Die kommerzielle Produktion beginnt ab dem zehnten Monat nach der Bepflanzung. Die Produktivität der gelben Maracujafrucht wird auf rund 10 to/ha/Jahr geschätzt. Der Produktionszyklus umfasst etwa 2 bis 3 Jahre.

Vom Gesamtgewicht macht die Fruchtschale etwa 40% bis 50% und der Samen 6 % bis 12 % aus. Beide werden in der Regel als Kompostabfall oder Viehzusatzfutter verwendet. Aus dem Samen kann aber auch Öl für industriellen Verwendung gewonnen werden. Der Ölanteil im getrockneten Maracujasamen erreicht eine Ausbeute von etwa 25%. Von einem Hektar können 480 kg getrockneter Samen gewonnen und mit Hilfe der Kaltpressung 96 kg Maracujaöl extrahiert werden.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

CALVACANTE, P. B.: Frutas Comestíveis da Amazônia, 1996, 6a Ed , Edições Cejup - Museu Paraense Emílio Goeldi, Belém. .

MALACRIDA, C. R. et al (2012): Yellow passion fruit seed oil (Passiflora edulis f.flavicarpa): physical and chemical characteristics; Braz. arch. biol. technol. vol.55 no.1 Curitiba Jan./Feb. 2012. http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1516-89132012000100016 .

PESCE, C. OLEAGINOSAS DA AMAZÔNIA. BELÉM: OFICINAS GRÁFICAS DA REVISTA VETERINÁRIA, 1941. .

TOCCHINI, R. P. (1994): Processamento: produtos, caracterização e utilização. In: Maracujá: cultura, matéria-prima e aspectos econômicos. Campinas: ITAL, p. 161-175. .

ZERAIK, M. L., et al: Maracujá: um alimento funcional? Rev. bras. farmacogn. vol.20 no.3 Curitiba June/July 2010. .

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